Mit Ela spreche ich über den Beitrag von internationalen Jugendbegegnungen zu politischer Bildung, Herausforderungen bei der Durchführung von Interviews und Unterstützungsnetzwerke im Schreibprozess. Viel Spaß damit! 

Darum geht’s in Elas Bachelorarbeit: 

„Die Forderung nach Demokratiebildung ist im Kontext aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen in aller Munde. Demokratie muss gelernt werden, weil Menschen nicht einfach als Demokrat:innen geboren werden.  

Die vorliegende Arbeit stellt sich diesbezüglich die Frage, wie junge Menschen die demokratische Partizipation in einem Angebot der Internationalen Jugendarbeit erleben und welche Entwicklungspotenziale sich daraus ergeben. Diese Arbeit fragt im Verständnis von politischer Bildung als Demokratiebildung, inwiefern Bildungserfahrungen in internationalen Begegnungen selbst als demokratische Interaktions-, Austausch- und Aushandlungsprozesse von Wissen, Fähigkeiten und Werteorientierung verstanden werden können. Welche Beiträge leisten dadurch Internationale Jugendbegegnungen zur politischen Bildung, die Demokratie als Bildungsgegenstand, -struktur und -erfahrung begreift? Im Forschungsteil wird dazu das Praxisprojekt Generation Europe – Democracy in Action als Beispiel für ein Projekt der Internationalen Jugendarbeit, welches explizit zur politischen Bildung beitragen will, durch qualitative Interviews ausgewertet. Das erforschte Programm wird vom Internationalen Bildungs-und Begegnungswerks e.V. in Dortmund angeboten und fördert eine aktive Zivilgesellschaft, motiviert zum Aufbau von internationalen Jugendnetzwerken und zu aktivem gemeinsamen politischen Handeln. Dabei möchte es sich an alle jungen Menschen unabhängig von Herkunft, Einkommen der Eltern oder formalem Bildungserfolg richten.  

Die Ergebnisse konnten zeigen, dass die Internationale Jugendarbeit große Potenziale zur politischen Bildung als Demokratiebildung aufweist. Die Jugendlichen konnten sich im Projekt als aktive und mündige Bürger:innen erleben, die gesellschaftliche Einflussnahmemöglichkeiten haben. Zudem sprachen über zahlreiche andere soziale und interkulturelle Lernerfahrungen. Die Projektstruktur war auf Ebene der Projektumsetzung durch demokratische Partizipationsformen geprägt, was zu einer subjektorientierten und aktivierenden Selbstbildung der Jugendlichen führte. Allerdings ist unklar, ob die Jugendlichen auch auf organisationaler Ebene Einfluss nehmen konnten.  

Das Sample dieser Arbeit enthielt hoch engagierte und sozial orientierte Jugendliche. Weitere Forschungsvorhaben könnten sich daher auf die „Nicht-Teilnehmer:innen“ und „Abbrecher:innen“ und ihre Hinderungsgründe beziehen. Auch die Deutung ihres politischen Lernens und ihre Wahrnehmung als Demokrat:innen wäre interessant und könnte Potenziale und Anknüpfungspunkte für die (internationale) Kinder- und Jugendarbeit bieten.“ (Abstract) 

Zur Bachelorarbeit… 

Falls ihr Fragen zu den Inhalten der Bachelorarbeit und/oder zu Elas Schreibprozess habt, könnt ihr euch gerne direkt mit ihr in Verbindung setzen: m.hees[at]eh-ludwigsburg.de.  

Die AIM-Förderung 

Seit 2014 setzt sich FPD verstärkt dafür ein, das Arbeitsfeld der Internationalen Jugendarbeiten in Lehre und Forschung an Hochschulen stärker und nachhaltiger zu verankern.  

Mit der AIM-Förderung möchte FPD das allgemeine Interesse für die Internationale Jugendarbeit als Forschungsfeld erhöhen und Studierende dazu motivieren, sich in ihren Abschlussarbeiten mit diesem Feld auseinanderzusetzen. Auf diese Weise trägt FPD zur Stärkung der Internationalen Jugendarbeit bei und ermöglicht dem Arbeitsfeld neue empirische Erkenntnisse.  

Neben der finanziellen Unterstützung für anfallende Forschungskosten bietet die AIM-Förderung den Studierenden auf inhaltlicher Ebene Zugang zum bundesweisen FPD-Netzwerk von Forscher:innen und Praktiker:innen. [Mehr] 

Hier geht’s zum Überblick über die bislang AIM-geförderten Abschlussarbeiten. 

Du hast Interesse, deine Arbeit im Feld der Internationalen Jugendarbeit zu schreiben und Dich um die AIM-Förderung zu bewerben, hast jedoch noch kein spezifisches Thema? Dann melde dich bei uns! Gerne können wir in einem gemeinsamen Gespräch Möglichkeiten erörtern und Themen überlegen. Wir freuen uns auf Deine Nachricht!  

Ansprechperson: Nina Festing (festing[at]transfer-ev.de)  

Impressum: 

transfer e.V.
Buchheimer Straße 64
51063 Köln
Telefon: +49 221 95921 90 

Inhaltliche Umsetzung und Durchführung des Podcasts: Anna Lisa Cerere, Michelle Lang, Lina Kathe (transfer e.V.) 

Technische Umsetzung: Benjamin Weseloh (be.weseloh[at]ostfalia.de), Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft